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Keine Ahnung.                                                                            Was ein Marsmensch hier zu suchen hat.                                          Wenn es droht zu explodieren, den Körper zu zereißen, sodass sich alle Organe und diverse Körperflüßigkeiten über den Boden - und was sich sonst noch im Weg befindet - zu ergießen; so ist es an der Zeit, ein Ventil zu schaffen. Das hier ist der Versuch. Doch meist versteckt es sich wieder, vermag seine häßlich grinsende Fratze nur dann zu zeigen, wenn es nicht erwartet wird. Es verbirgt sich, frisst sich eine tiefe Höhle in das Innere, um einen Unterschlupf zu finden. Doch hier wird es sich ausbreiten zu haben, immer dann, wenn es gelingt. Es ist für niemanden, dass ich es hier zu fangen versuche. Immer auf der Suche, ob aktiv oder passiv, sehnend, einsam. Es ist ein verzeifelter Versuch, dem Zuhause näher zu kommen, welches sich mir nie zeigte. Ruhelos wandle ich auf diesem kahlen Planeten, ohne ein Gefühl der Zugehörigkeit. Alltag. All das hier zerstört mich, ich zerstöre mich. Vielleicht bin ich zu sehr Mensch geworden, als das sie mich noch haben wollen. Ziellos. Qualmend sitze ich hier, der Rauch brennt in meinen Augen. Der Druck ist riesenhaft. Selbst Kunibert Borkhold kann mich in dieser Befangenheit nicht mehr erheitern. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis mein kleines Herz verbittert sein wird. Noch schlägt es. Ich drücke den Stummel in der Muschel aus, der Qualm löst sich langsam auf.

Doch ich war im Lauschen schon immer besser als darin zu klingen.

14.10.08 19:36


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Wie beginnt eigentlich der klassische Blogeintrag? Wieder ein Tag vorüber, so vielleicht. Schließlich ist er auch vorüber. Einfach so. Dann sitzt man vor seinem Kasten, anstarrend, und fragt sich, weswegen es den Tag gab. Ob heute wohl jemand etwas Besonderes getan hat? Während des Busfahrens stelle ich mir manchmal vor, wie wohl die Mitfahrenden reagieren würden, würde man einfach aufplatzen. Wer wohl hysterisch schreien würde, wer sich erbrechen würde, ob der Busfahrer einen Unfall bauen würde. Den leeren Blick auf die Straße gerichtet, die bunten Blätter, den faden Himmel. Bis die Haltestelle kommt und man dahin läuft, wo man haust. Es ist ein beklemmendes Gefühl. Es macht sich in der Brust breit und lässt den Kopf unglaublich schwer wirken. Diese andauernde Müdigkeit ist sehr lästig. Und es gibt keinen Ausweg. Wegen dieser Welt ist man müde und weil man müde ist, kann einem die Welt oft nur auf eine Weise erscheinen. Dabei ist sie so vielfältig. Es macht mich traurig, dass die meisten Menschen, welche mir begegnen, nur durch die Augen sehen können. Scheinbar. Doch sollte man nicht vergessen, fühlt man sich so unglaublich unverstanden, dass das Wesen komplex ist. Es ist viel komplizierter, es lässt sich nicht verallgemeinern, man kann sich nicht über die Dinge stellen, sie in Gruppen gliedern und in Töpfe werfen. Deswegen sträube ich mich so, zu einem Psychiater, Therapeuten, Weißdergaier, zu gehen. Ich fürchte mich davor, mein Inneres vor einer Person nach außen zu stülpen, nur um feststellen zu müssen, nicht gesehen zu werden. Ich frage mich auch, was mir eine solche Person sagen kann, was ich nicht schon weiß. Ich weiß nur, dass ich so nicht mehr weitergehen kann. Der Schmerz zerstört und die nicht endende Müdigkeit zermürbt. Es ist erschreckend, dass die Menschen sich ihre Welt selbst schaffen, an welcher sie zerbrechen. Es ist entsetzlich, kein Ziel vor Augen zu haben, welches man anstreben kann. Ich bin so unglaublich müde vom Treiben.

Es ist windstill, das Meer ruht, es trägt mich nicht weiter.

15.10.08 19:29


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Doch darin besteht das Leben. Sich selbst erkennen, die Welt erkennen, die Dinge erkennen. Lernen, fühlen, weitergeben. In den Weiten, irgendwo, in mir drin. Dort, befindet es sich. Ich finde keinen Namen. Es ermöglicht mir zu wärmen. Wesen, welche sich danach sehnen, können es spüren. Unterbewusst. Sie nähern sich mir. Sie finden die Mauern, umwuchert von Efeupflanzen. Die grünen Blätter schmiegen sich um sie, trocknen Tränen. Helfen heilen. Und früher oder später, ziehen sie dann weiter. Bis sich ihre Umrisse im Nebel verlieren. Es ist nicht schwierig, die dicken Wände zu finden. Doch niemand beschäftigt sich lange damit darüber nachzudenken, was sich hinter ihnen verbirgt. Ob es einen Zugang gibt. Selbst ich weiß nicht, ob es jemals einen gab. Ob der Konstrukteur jemals eine geplant hat. Vielleicht handelt es sich um eine perfekte Abtrennung, ohne eine Lücke. Eine Sicherheitslücke.. Und so ist es kaum verwunderlich, dass es möglich ist, unheimlich viel geben zu können, ohne die Fähigkeit zu haben, zu empfangen. Ich finde keinen Namen. Ich weiß nicht was es ist, ob es unerschöpflich ist. Eines aber ist sicher, wenn die Planze vertrocknet, langsam stirbt. Wenn wie Wärme immer leiser wird, nicht mehr spürbar ist. Wenn es keinen Besuch mehr gibt. So wird die Mauer, vielleicht ganz langsam, zerfallen. Bis sich der Nebel um die letzten Steinchen hüllt. Doch entblößt wird nur das Nichts sein, denn es wird keinen Sinn mehr geben. Dann wird man mich nicht mehr finden können.

 Ich hoffe, dass es für verängstigte Seelen noch andere Rückzugsmöglichkeiten geben wird. Werde ich nicht mehr hier sein.

16.10.08 21:40





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